
Jörg van den Berg
Ausstellungsmacher, Kunstwissenschaftler, Kommunikator und Anfänger,
Wildwasserfahrer und Marathonläufer, geb. 1965 in Duisburg, verheiratet,
zwei Kinder: Mathis und Kaja . Studium der Kunstwissenschaft, Philosophie
und Neueren Geschichte in Giessen, Basel und Bochum. Seit 1988 freier Ausstellungsmacher
und kontinuierliche Kooperation mit Karen van den Berg. Seither Realisierung
von Projekten künstlerischer Praxis in öffentlichen Räumen
und in Ausstellungsinstitutionen. 1998 Gründung des labels "art
in dialog", das seit 1999 als eigener Bereich an der Fakultät
für das Studium fundamentale der Privaten Universität Witten/Herdecke
angesiedelt ist.
Der besondere Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Inszenierung und Vermittlung
von radikalen Positionen gegenwärtiger künstlerischer Praxis in
andere gesellschaftliche Bereiche sowie in der Konzeption und Realisierung
internationaler Ausstellungsprojekte zu Themen der Gegenwart. Ein wichtiger
Akzent der Arbeit liegt in der Herstellung von Atmosphären, die einen
Hunger nach Veränderung, Erneuerung und Erregung bei gleichzeitiger
Entschleunigung inszenieren.
Gemeinsame Ausstellungen, Projekte und Stipendien mit Karen van den
Berg (Auswahl):
"Artefact", Aarau (CH) 1988 (Ausstellung und Buchpublikation),
1994-1996 Herausgabe der achtbändigen Buchreihe "KunstOrt Ruhrgebiet"
(gemeinsam mit Michael Bockemühl), 1994 "writer in residence"
in der von Donald Judd gegründeten Chinati-Foundation in
Marfa, Texas. 1994-1996 Max-Imdahl-Stipendium für Kunstvermittlung
der Nordrhein-Westfalen Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege.
1995 Ausstellungsreihe "Die imaginäre Stadt", Rathausturm
Witten (u.a. mit Albert Renger-Partzsch, Barbara Köhler, Katalog- u.
Buchpublikationen); seit 1999 Inszenierung von Gegenwartskunst in der Universität
Witten/Herdecke (bisherige artists in dialog an der Universität: Apolonija
Sustersic (SLO/NL), Barbara Köhler (D), David Hardy (mit Victor Victor
und Niki Nitadori) (F), Beat Streuli (CH), Thomas Locher (D) und Andrea
Wolfensberger (CH), Jörg Lenzlinger und Gerda Steiner (CH)); 2000"Bleibe",
Ausstellung in der Akademie der Künste Berlin (Ausstellung mit 32 Gegenwartskünstlern
in der Akademie der Künste, Berlin (u.a. mit Richard Billingham, Christine
Borland, Olafur Eliasson, Katharina Grosse, Douglas Gordon, Ross Sinclair,
u.a. (Katalog)); seit 2000"Echo's Pool. Fünf jüdische Landfriedhöfe
am Niederrhein und fünf künstlerische Einlassungen von Christine
Borland, Stefan Kern, Jörg Lenzlinger/Gerda Steiner, Thomas Locher
und Richard Serra", Niederrhein. 2001 Ausstellung hierzu in der Stiftung
DKM, Duisburg. Seit 2001 "Kundschaft - Kunst bildet öffentliche
Räume", (Arbeiten von Ayse Erkmen (TUR), Andrew McNiven (SCO),
Judith Samen (D), Apolonija Sustersic (SLO,NL)) Projekt in Kooperation mit
der Stadt Witten und der Landesintiative "ab in die Mitte, 2001/2002
Whats New Pussy Cat? Versuch über Produktionstheorien der Kunst
mit Prof. Dr. Birger P. Priddat (Lehrstuhl für Volkswirtschaft und
Philosophie), Gäste: Tilo Schulz, Christian Jankowski, Jeanette Schulz
und Chrsitoph Schäfer; 2002 Gründung next:the:science:faqtory,
(gemeinsam mit Stephan A. Jansen (Gründer des Institute of Mergers
and Aquisitions), Birger P. Priddat (Lehrstuhl für Volkswirtschaft
und Philosophie) und Franz Liebl (Aral-Stiftungslehrstuhl für Strategisches
Marketing); future:fashion:show:001 de:pressionen.re:zessionen.re:visionen.
Formen antidepressiver Forschung, ein Kunst- und Theoriefestival im
Alten Wartesaal des Hauptbahnhof Witten mit Christoph Schäfer, Dellbrügge/de
Moll, Mark Formanek, Sonja Allhäuser und Peter Land (17.-27. Oktober
2002).
Publikationen
Kein Ende. Echos Pool. Fünf jüdische Landfriedhöfe
und fünf künstlerische Einlassungen (Texte zu Christine
Borland, Stefan Kern, Jörg Lenzlinger/Gerda Steiner, Thomas Locher
und Richard Serra). Kadmos Kulturverlag Berlin (im Erscheinen)
Thomas Locher: The Politics of Communication. (im Erscheinen)
Hanns-Josef Ortheil: Beschreibung: Erwin Wortelkamps Tal bei Hasselbach
im Westerwald. Band I in der Reihe "eigene Wege im Tal" (gemeinsam
mit Erwin Wortelkamp für den Kunstverein Hasselbach). Duisburg/Berlin
2000
Erwin Wortelkamp. Papiere ... Skulpturen ... Räume ... Kontexte.(gemeinsam
mit Christoph Brockhaus), Ostfildern (Cantz) 2000
im TAL, Kunst im Dialog mit Kunst und Natur. Duisburg/Berlin 1999
cor responde, Barbara Köhler/Ueli Michel. Duisburg/Berlin 1998
Gebauter Gedanke, Die Zeche Zollverein Schacht 12 in Essen. (Text Huberta
de la Chevallerie) Ostfildern 1997
Ortszeit. Albert Renger-Patzsch, Barbara Köhler, Beat Reichlin. Die
imaginäre Stadt Bd. III. Duisburg, Berlin (pict.im.) 1996
Die Goldene Madonna im Essener Münster, Der Körper der Königin.
(Text Frank Fehrenbach) Ostfildern 1996
Albert Renger-Patzsch. Zwischen der Stadt, Photographien des Ruhrgebiets
von Albert Renger-Patzsch. (Text Thomas Janzen) Ostfildern 1996
Das Josef Albers Museum in Bottrop. (Texte von Michael Vignold und Michael
Bockemühl) Ostfildern 1995
Das Gelsenkirchener Musiktheater und die Blauen Reliefs von Yves Klein.
(Texte von Michael Hesse und Michael Bockemühl) Ostfildern 1995
Joseph Egan, Some Indian Summer. Raumverwandlung, Beziehungs-Stiftung, Bildungs-Prozesse,
Witten 1994
Situation Kunst (für Max Imdahl), Hg. v. Jörg van den Berg, Karen
Schübeler u.a., Düsseldorf (Richter Verlag) 1993
ARTEFACT, Basel (Wiese) 1989
Aufsätze
next:city. Das Projekt Kundschaft-Kunst bildet öffentliche Räume.
In: Ulrich Hatzfeld, Jens Imorde und Frauke Schnell (Hg.): Kunst(be)zeichnet
Stadt. Münster 2002, S.64-73.
Neue Künstlerische Arbeitswelten ausbilden. In: Die Fakultät für
das Studium fundamentale. Semesterzeitung SS02, Universität Witten/Herdecke
2002, S. 3.
Die Imaginäre Stadt. In: Schöppinger Forum der Kunstvermittlung
in der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen (Hg.): Transfer. Beiträge
zur Kunstvermittlung. Schöppingen 2002, S.69-114 .
Die Erinnerung schärfen, um Gegenwart zu gestalten. Fünf jüdische
Friedhöfe am Niederrhein und das Projekt "Echo´s Pool"
(mit Sebastian Manhart und Karen van den Berg). In: Standorte. Jahrbuch
Ruhrgebiet 2001/2002. Hg. v. Kommunalverband Ruhrgebiet, Essen 2001, S.379-384.
Totally now!? - Kunstort NRW. in: Ute Canaris/Jörn Rüsen (Hg.),
Kultur in Nordrhein-Westfalen. Zwischen Kirchturm, Förderturm und Fernsehturm,
Stuttgart 2001, S.147-159.
Bleibe, in: Z 2000. Positionen junger Kunst und Kultur (Ausst. Kat. Akademie
der Künste Berlin), Berlin 2000, S.36-39.
Von der Honigpumpe zum freien Wohnen auf Zeit - das Neue in der Kunst der
neunziger Jahre und die Konsequenzen für die Institution Museum, in:
Museen im Rheinland, Hg. v. Landschaftsverband Rheinland, Pulheim 4/99,
S. 3-8, (mit Karen van den Berg); Das Feld der Kunst, in: im Tal, Kunst
im Dialog mit Kunst und Natur. Duisburg/Berlin (pict.im.) 1999, S. 85-91.
Texte zur Kunstsammlung »die malermeister« (Joachim Bandau,
Michael Growe, Mary Heilmann, Klaus Kehrwald, May Kotsana, Ueli Michel,
Andrew McNiven, Carl-Henning Pedersen, Arnulf Rainer, Richard Serra, Jens
Stittgen, Strawalde, Elisabeth Vary, Erwin Wortelkamp). Hamburg 1998.
Die Dinge, die Menschen. In: Ortszeit. Albert Renger-Patzsch, Barbara Köhler,
Beat Reichlin. Die imaginäre Stadt Bd. III. Duisburg, Berlin 1996.
querab. Ein Gespräch mit Erwin Wortelkamp. Witten 1995 . Die Stadt
sehen und Bilder ohne Menschen, in: Tim Trantenroth, Bilder. Witten 1995.
Raumverwandlung · Beziehungs-Stiftung · Bildungs-Prozesse,
in: Joseph Egan, Some Indian Summer. Witten 1994 . Werner Hannappel. La
mesure du paysage / Landscape Made To Measure. (Ausst. Kat.) Galerie Michèle
Chomette. Paris 1994.
Vielleicht alles. In: Ueli Michel, Echo. (Ausst. Kat.) Galerie Ludwig, Krefeld
1993. Texte zu David Rabinowitch, Richard Serra und Jan J. Schoonhoven.
In: Situation Kunst (für Max Imdahl). Hg. v. Jörg van den Berg
u.a., Düsseldorf 1993.
Zwischenreiche. In: Krimhild Becker, Exit, Räume mit Photographie.
(Ausst. Kat.) Museum Schloß Morsbroich, Leverkusen 1992 . Die Badenden
Bildhauer oder die Sensation des Lebens. In: Heinz Breloh, Die Badenden
Bildhauer. (Ausst. Kat.) Galerie Ursula Walbröl Hilden 1992.
...nicht bei den Lebenden, nicht bei den Gestorbenen, Zu Erwin Wortelkamps
"Die Liegende". In: Im TAL. Hasselbach 1992 . einGehen, Zu Hannes
Forsters Überbrük-kung. In: Im TAL. Hasselbach 1992.
Ortung des Selbst. Versuch über Wortelkamps Skulpturen und ihre Existenzräume.
(mit Karen Schübeler) In: Wortelkamp. Skulpturen suchen ihren Ort.
(Ausst. Kat.) Mittelrhein-Museum Koblenz 1991.
LangWeilen und Lichten (Text zu Andrea Wolfensberger). In: Markus Baenziger,
Cornelia Blatter, Felix Brunner, Andrea Wolfensberger. (Ausst. Kat.) Shedhalle
Zürich 1990.
Schiff(bruch) mit Zuschauer, Zu einer Skulptur von Valeria Sass. In: Valeria
Sass, Sculptures. (Ausst. Kat.) Museum Ernst, Budapest 1989.
Zur Gegenwart des Abwesenden. In: ARTEFACT (Ausst. Kat.) Hg. v. Karen Schübeler
und Jörg van den Berg. Basel 1989 . Bleibach. Ein Künstlerbuch
von Victor Bonato. Köln 1987.
Gespräche (mit Karen van den Berg)
Das Wollen denken (Erwin Wortelkamp), in: Erwin Wortelkamp. Skulpturen finden
ihren Ort. Ausst. Kat. Internationales Künstlerhaus Villa Concordia,
Bamberg 2002, S. 86-112.
Dialog im Tal (mit Michael Bockemühl, Gottfried Boehm und Erwin Wortelkamp),
in: im Tal, Kunst im Dialog mit Kunst und Natur, Duisburg/Berlin (pict.im.)
1999.
Kunst kommt von Küssen. Die malermeister und die Kunst. Ein Gespräch
mit Philip Mecklenburg, Hamburg 1998.
Du tableau au spectateur, entretien avec Günter Umberg, in: Practiques.
Reflexions sur lart No 5, Rennes 1998, S. 102115
ORTSZEIT. Ein Gespräch mit Thomas Janzen und Barbara Köhler, in:
ORTSZEIT. Albert Renger-Patzsch, Barbara Köhler, Beat Reichlin. Die
imaginäre Stadt Bd. III. Duisburg, Berlin (pict.im.) 1996.
querab. Ein Gespräch mit Michael Bockemühl, Angela Martini und
Erwin Wortelkamp, in: querab. Hg. v. Jörg und Karen van den Berg, Witten
1995.
Raumverwandlung · Beziehungs-Stiftung · Bildungs-Prozesse,
in: Joseph Egan, Some Indian Summer. Witten 1994.
Ein Gespräch (mit Alexander von Berswordt-Wallrabe), in: Situation
Kunst (für Max Imdahl), Düsseldorf (Richter Verlag) 1993.