
Seminare im Sommersemester 2003
next:collection - Die Sammlung als Speicher von Zukünften (Modul)
Dr. phil. Karen van den Berg, Jörg van den Berg
Warum sammeln Staaten und Städte, warum Unternehmer, warum Wissenschaftler,
warum Ärzte Kunst ihrer Gegenwart? Das Modul beschäftigt sich
mit unterschiedlichen Formen von öffentlichen und privaten Sammlungen.
Während wir im letzten Semester in einem Block die Hamburger Kunsthalle,
die Sammlung Falkenberg und die Sammlung Soest in Hamburg besucht haben,
werden wir in diesem Semester drei Tagesexkursionen zu großen Privatsammlern
in NRW veranstalten. Die Sammler sind Ärzte, Unternehmer und Wissenschaftler.
Wir werden die Sammler Professor Dr. Dr. Thomas Ollbricht, (Essen), Gaby
und Wilhelm Schürmann (Aachen), Professor Dr. Reiner Speck (Köln),
und die Grothe / Küppersmühle (Duisburg) in Ihren Sammlungen treffen.
Neueinsteiger sind herzlich willkommen.
Zeit/Ort
Einleitende Sitzung: 24. April 2003, 13.00 13.30 Uhr (Raum E 133)
Universität Witten/Herdecke, Termine werden am Markt der Möglichkeiten
bekannt gegeben
Die Abfahrten im »unikat(club)« Praktisches Kulturmanagement
Dr. phil. Karen van den Berg, Jörg van den Berg
Das Projekt bietet die Möglichkeit, kunst- und kulturtheoretische Fragen
unmittelbar mit dem Erwerb von praktischer Erfahrung im Bereich Kulturmanagement
zu verbinden. Ziel ist die Konzeption und Realisierung einer Kulturveranstaltungsreihe
im unikat(club) im Hauptbahnhof. Die Teilnehmer führen alle organisatorischen
Ebenen selbständig durch. Während im letzten Semester und während
der Semesterferien ein Konzept, ein Programm und eine Realisierungsstrategie
erarbeitet wurde, planen wir im folgenden Semester die Durchführung
von sechs Veranstaltungsabenden.
Zeit/Ort
Dienstags 9.30 h (Raum E 133)
Archiv
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Die Sammlung als Speicher von Zukünften
Dozenten: Dr. phil. Karen van den Berg, Jörg van den Berg
Warum sammeln Staaten und Städte, warum Unternehmer, warum Wissenschaftler,
warum Ärzte Kunst ihrer Gegenwart? Sind sie Sammler von Zukünften
oder bloß Archivare des Vergangenen? Das Modul wird sich mit unterschiedlichen
Formen von öffentlichen und privaten Sammlungen der Kunst mehrheitlich
der Gegenwartskunst beschäftigen. Seit Jahrhunderten gibt es ganz unterschiedliche
Ansätze, Kunstwerke, Bilder, Objekte und Materialien in Häusern
zusammen zu fassen. Entgegen der naheliegenden Vermutung, dahinter verberge
sich allein der Wunsch, Archive der Gegenwart im Hinblick auf ihre spätere
Historisierung anzulegen, wird das Modul Sammlungen bearbeiten, die sich
als Orte geistiger Unruhe verstehen lassen. Woher kommt die Idee des Museums
und wie hat sie sich verändert? Was bringt es dem Staat, dem Unternehmen
oder dem Einzelnen, Kunst zu sammeln? Wie sieht ein Museum des 21. Jhdts
aus? Das Modul besteht aus einer Vorbesprechung und einer dreitägigen
Exkursion im Wintersemester 2002/2003 sowie drei Eintagesveranstaltungen
im Sommersemester 2003. In diesen Veranstaltungen werden die Kunsthalle
Hamburg, die Sammlung Falckenberg, die Insel Hombroich, die Sammlung Speck
und die Sammlung Goetz bearbeitet.
Zeit/Ort
Einleitende Sitzung: 17. Oktober 2002, 13.00 14.00 Uhr (Raum 1.153)
Universität Witten/Herdecke
Blockveranstaltung vom 1. November 3. November 2002
Kunsthalle Hamburg
Sammlung Falckenberg, Phoenix-Werke in Hamburg-Harburg
Privatsammlung Sohst, Hamburg
Seminar WS 02/03 SS 03
Die Sammlung als Speicher von Zukünften
Dozenten: Dr. phil. Karen van den Berg, Jörg van den Berg
Warum sammeln Staaten und Städte, warum Unternehmer, warum Wissenschaftler,
warum Ärzte Kunst ihrer Gegenwart? Sind sie Sammler von Zukünften
oder bloß Archivare des Vergangenen? Das Modul wird sich mit unterschiedlichen
Formen von öffentlichen und privaten Sammlungen der Kunst mehrheitlich
der Gegenwartskunst beschäftigen. Seit Jahrhunderten gibt es ganz unterschiedliche
Ansätze, Kunstwerke, Bilder, Objekte und Materialien in Häusern
zusammen zu fassen. Entgegen der naheliegenden Vermutung, dahinter verberge
sich allein der Wunsch, Archive der Gegenwart im Hinblick auf ihre spätere
Historisierung anzulegen, wird das Modul Sammlungen bearbeiten, die sich
als Orte geistiger Unruhe verstehen lassen. Woher kommt die Idee des Museums
und wie hat sie sich verändert? Was bringt es dem Staat, dem Unternehmen
oder dem Einzelnen, Kunst zu sammeln? Wie sieht ein Museum des 21. Jhdts
aus? Das Modul besteht aus einer Vorbesprechung und einer dreitägigen
Exkursion im Wintersemester 2002/2003 sowie drei Eintagesveranstaltungen
im Sommersemester 2003. In diesen Veranstaltungen werden die Kunsthalle
Hamburg, die Sammlung Falckenberg, die Insel Hombroich, die Sammlung Speck
und die Sammlung Goetz bearbeitet.
Zeit/Ort
Einleitende Sitzung: 17. Oktober 2002, 13.00 14.00 Uhr (Raum 1.153)
Universität Witten/Herdecke
Blockveranstaltung vom 1. November 3. November 2002
Kunsthalle Hamburg
Sammlung Falckenberg, Phoenix-Werke in Hamburg-Harburg
Privatsammlung Sohst, Hamburg
Vom WS 01/02 - SS 02 veranstaltete art in dialog eine
Seminar- und Veranstaltungsreihe mit demTitel: Whats new,
pussy cat? Versuch über Produktionstheorien von Kunst. Whats
new pussy cat? wurde gemeinsam mit Prof. Dr. Birger P. Priddat (Lehrstuhl
für Philosophie und Volkswirtschaft) erarbeitet und fragte aus einer
doppelten, nämlich kulturtheoretischen wie ökonomischen, Perspektive
nach den Produktionstheorien heutiger künstlerischer Praxis.
Näheres zu Whats new, pussy cat?
Wie produzieren Künstler? Anstatt direkt die KünstlerInnen zu
befragen, wurden zunächst Texte gelesen, in denen Theoretiker nachdenken,
wie Künstler (und sie als Künstler der Hervorbringung von Worten)
produzieren. Hier konstruierte und dekonstruierte sich der Künstler
als exemplarischer, eminenter Produzent, der vorgibt, wir könnten von
ihm lernen, was es heißt, produktiv zu sein. Wir alle sind Künstler,
ob wir es wollen oder nicht, wir sind Aristoteliker des Alltagskunstverständnisses.
Oder etwa nicht? Das Genie verstellt uns den Blick auf den Prozess. Es verrät
uns nicht, aus welcher Schachtel eigentlich das Neue kommt. Was verrät
uns die künstlerische Praxis selbst über ihre Antriebe und Produktionsbedingungen?
Nach Textlektüren (Valery, Groys, Söring, Foucault und Luhmann)
sowie Werkbetrachtungen (Polyklet, Bellini, Dürer und Velazquez) des
letzten Semesters wurden im Sommersemester theoretische Gegenwartsdiskurse
eröffnet. In diesem Zusammenhang fanden Diskussionsveranstaltungen
mit
Jeannette Schulz
Christoph Schäfer und
Tilo Schulz
Diese Veranstaltungen wurden zweigeteilt: eine öffentliche Abendveranstaltung
(jeweils Mittwochabend) und einer nachbereitenden Seminarsitzung am Donnerstagmorgen.
SS 02
Dr. Karen van den Berg. Jörg van den Berg Stephan A. Jansen
documenta die Mutter aller Großausstellungen
Zur Gegenwart eines Mythos
Exkursionsseminar zur documenta 11 in Kassel
Von Juni September 2002 ist es wieder soweit: die wohl weltweit bekannteste
Ausstellung zur Gegenwartskunst die Kasseler documenta findet
zum elften Mal statt. Wir wollen das zum Anlaß für ein Exkursionsseminar
nehmen, dass als Einführung in die Kunst der Gegenwart gedacht ist.
Das Seminar wird als dreitägiger Block in Kassel stattfinden.
Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Studierende beschränkt. Anmeldungen bis
1. Mai 2002 unter folgender e-mail: vandenberg@uni-wh.de
Termin
12. - 14. Juli Abfahrt Donnerstag abend
SS 01
Dr. phil. Karen van den Berg und Jörg van den Berg
Körper und Gewalt
Matthias Grünewald - Robert Mapplethorpe - Matthew Barney - Christine
Borland
Die Überzeugung, der menschliche Körper sei nicht mehr als ein
erheblich verbesserungswürdiges Gehäuse geistiger Potentiale ist
durch rapide Fortschritte in Gen- und Nanotechnologie wieder salonfähig
geworden. Nicht nur "eingefleischte" Phänomenologen allerdings
würden einer solchen Sicht, die den Leib allein als Ding unter Dingen
ins Auge faßt, heftig widersprechen. Gerade in der Bildenden Kunst
gibt es eine lange Tradition, welche die Rolle des Körpers in unserem
menschlichen Selbstverständnis ganz anders beschreibt.
In dem Seminar werden künstlerische Positionen zur Diskussion gestellt,
die das Körperthema im Kontext von Gewalt und Destruktion behandeln.
Die Erfahrung von körperlichem Schmerz zählt zu den intensivsten
Formen, den eigenen Leib und zugleich die Gefährdung der eigenen Existenz
zu spüren. Zu den in ihrem Realismus wirkungsvollsten Wiedergaben des
menschlichen Körpers zählen deshalb Bilder, die das innerleibliche
Empfinden, insbesondere das Schmerzempfinden des Betrachters, ansprechen.
Mit den Bildern von Matthias Grünewald wird ein Altarmaler des 16.
Jhdts. vorgestellt, der körperliche Gewalt und Religion in ein Verhältnis
bringt, mit Robert Mapplethorpe ein Fotograf des letzten Jhdts., der obsessive
Gewalt und körperliche Schönheit als Existenzgrundlagen zeigt;
die Arbeiten der jungen Gegenwartskünstler Matthew Barney und Christine
Borland stellen merkwürdige Interferenzen zwischen körperlicher
Gewalt, einem medizinisch-manipulativem Umgang mit dem Körper und ästhetischen
Formfindungen her.
Zeit donnerstags, 11.30 - 13.00 Uhr
Ort 1.152
Vorbesprechung 19.04.01, 15.00 Uhr, Raum E 133
WS 00/01
move on - Mobilität als künstlerische Ressource
Werkbetrachtungen und Künstlergespräche zur Einführung in
die Kunst der Gegenwart
Mobilität, Flexibilität und die Fähigkeit zur Navigation
in globalen Netzen gelten heute als Erfolgsfaktoren schlechthin. Die zunehmende
Flexibilisierung und Dynamisieurng von Lebensstruktutren entzieht uns aber
andererseits auch Koordinaten zur eigenen Orientierung. "Wir müssen
neue Institutitonen erfinden, die Dauerhaftugkeit ins Leben der Menschen
bringen", fordert deshalb der amerikanische Soziologe Richard Sennett.
Das Seminar stellt künstlerische Positionen vor, die Mobilität
und die aktive Teilnahme an Globalisierungsprozessen nicht als äußerlicheLebensumstände,
sondern als ein Material für künstlerisches Arbeiten nutzen und
uns mögliche Folgen und Gegenbewegungen vor Augen führen. In den
Arbeiten der Künstler zeigt sich, dass Mobilität mehr ist als
nur der Wohnortswechsel: sie wirkt sich auf vielfältige Weise auf unser
ästheitschen Empfingen, unseren Charakter, unsere Selbstbestimmung
und unsere Konstruktion von Wirklichkeit aus.
WS 99/00
Handlungen · Haltungen · Prozesse · Spiele
Kunstwerke der 90er Jahre
Dozenten: Dr. Karen van den Berg. Jörg van den Berg
Künstler verstehen sich neuerdings immer häufiger als Dienstleister,
Gastgeber oder Sozialingenieure. In den 90er Jahren geht es vielleicht mehr
denn je darum, den Ort der Kunst in der Gesellschaft selbst ins Werk zu
setzen. Die künstlerische Tätigkeit wird dabei weniger als selbstreferenzielles
Formereignis betrieben, sondern bearbeitet gesellschaftliche Kontexte und
Voraussetzungen. Dementsprechend halten Künstler nicht mehr notwendigerweise
an der Vorstellung vom Meisterwerk und seinem heroischen Schöpfer fest,
sondern verstehen sich mehr als Partner in einem Netzwerk von Kommunikation,
Handlungen, Spielen und Prozessen. Dieses aktuelle Kunstgeschehen wird begleitet
von einem überbordenen Theorienetz, das sich aus den verschiedensten
Disziplinen und Medien speist.
Die Veranstaltung wird sich dem einen den "neuen" Kunstwerken
wie dem anderen ihren theoretischen Begleitungen an
exemplarischen Arbeiten nähern, um dabei auch das Bild einer "Szene"
zu entwerfen und kritisch zu analysieren. Eine leitende Frage wird die nach
den Grenzüberschreitungen sein, die die Künste aus dem immanenten
Diskurs der Künste herausführen könnten. Bisher nämlich
bezieht sich die Rede von einem »crossover« beinahe ausschließlich
auf einen Transfer zwischen den einzelnen Kunstdisziplinen bis hin zu den
angewandten Künsten wie z.B. Mode oder Design. Gerade die Kunst
der 90er aber bietet in ihrem Aufbrechen der immanenten Grenzen auch Potentiale
zur Neudefinition von Schnittstellen zu anderen autonomen Bereichen der
Gesellschaft.
Zeit 9.45 13.00 Uhr
Master of Business Art Program
Seminare
van den Berg Handlungen, Haltungen, Prozesse, Spiele
Becker/Hutter Kunstoekonomik und Kunstsoziologie (Mo 11-13)
Im ersten Teil der Veranstaltung (Hutter) werden Themen der gesamtwirtschaftlichen
Kunstökonomik behandelt: historische Entwicklung von Kunstmärkten,
Studien zur Rendite von Kunstinvestitionen, Determinanten des Kunstkonsums
und Versuche der Unterscheidung zwischen ökonomischem und ästhetischem
Wert.
Im zweiten Teil der Veranstaltung (Baecker) wird nach dem gesellschaftlichen
Stellenwert der Kunst und nach der sozialen Form der kuenstlerischen Produktion
gefragt. Dies geschieht im Rahmen einer Lektuere von Texten von Niklas Luhmann
und Jacques Derrida. Zur Einfuehrung: Martin Heidegger, Der Ursprung des
Kunstwerks, in: ders., Holzwege, 6. aufl., Frankfurt am Main: Klostermann,
1980, S. 1-72. Dann: Niklas Luhmann, Die Kunst der Gesellschaft, Frankfurt
am Main: Suhrkamp, 1995; Jacques Derrida, La verité en peinture,
Paris: Flammarion, 1978 (dt. Uebers.)
Gespräche
1 Dellbrügge & de Moll
2 Andrea Knobloch
3 Novaphorm
4 Flatz
5 Thomas Huber
Exkursionen
1 Kunstsammlung der Deutschen Bank, Frankfurt