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about echo´s pool

Partner
Landesverband der jüdischen Gemeinden von Nordrhein, Düsseldorf
Stiftung DKM, Duisburg
die Städte und Gemeinden: Alpen, Kamp-Lintfort, Issum, Rheinberg und Xanten
Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf
Kulturraum Niederrhein›Echo’s Pool‹ wird gefördert vom
Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes
Nordrhein-Westfalen
Stiftung Kunst und Kultur des Landes NRW
Private Förderer

›Echo’s Pool‹ steht unter der Schirmherrschaft von Wolfgang Clement, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen

›Echo´s Pool‹ ist ein transdisziplinäres Projekt zwischen künstlerischer Praxis, Kulturwissenschaften und regionaler Kontextualisierung. Im Zentrum steht die Realisierung von fünf auf Dauer angelegten künstlerischen Arbeiten an fünf jüdischen Landfriedhöfen am Niederrhein. Die Künstler sind Christine Borland, Stefan Kern, Jörg Lenzlinger/Gerda Steiner, Thomas Locher und Richard Serra.

› Echo´s Pool‹ antwortet auf ein derzeit vorherrschendes biederes Memorialverständnis, welches als dominante Manifestation nicht nur des Jüdischen in Deutschland gelten kann und oft in bronzenen Gedenktafeln seinen Ausdruck findet. Jüdische Friedhöfe gelten in der deutschen Öffentlichkeit meist als Tabuzonen. In ihrem Umfeld ein Projekt mit Gegenwartskunst zu starten, ist gewagt, wird hier doch Unbekanntes mit Unbekanntem vermittelt. ›Echo`s Pool‹ kann sich aber gerade auf die besonderen Möglichkeiten heutiger künstlerischer Praxis stützen. Denn Grenzen und Verhaltenskodizes heraus zu stellen und neu zu beschreiben, Riten zu erfinden und Perspektiven um zu stülpen, sind entscheidende Anliegen gegenwärtiger künstlerischer Praxis.

›Echo`s Pool‹ reagiert auf eine kontraproduktive Gleichsetzung von Judentum und Holocaust, durch die Juden nur als Opfer oder Holocaustüberlebende angesehen werden. Die Bilder des Holocaust haben eine Omnipräsenz gewonnen. Ein differenzierter Blick auf das Andere jüdischer Kultur wird damit in gewisser Weise verstellt. Ziel ist es in diesen Diskurs neue Bildformen ein zu bringen, die einem Kulturverständnis einer jüngeren Generation entspringen. Es geht um eine pluralistische Kultur der Unterschiede als einer diskursiven Praxis, die nicht allein auf einer Verpflichtung gegenüber Tradition und Vergangenheit basiert, sondern auf "das Moment der Erfahrung einer offenen Zukunft" (Dirk Baecker) setzt.


Jüdische Friedhöfe sind Orte der Zukunft.