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Andrea Wolfensberger artist in dialog WS 01/02 - SS 03

Am 03.07.2003, Donnerstag, 20:00 Uhr, Große Halle findet wieder eine Präsentation Studentenartbeiten statt.

Am 10.07.2003, Donnerstag, 19:00 Uhr, wird Andrea Wolfensberger im Richtersaal, in der Stockumer Straße 10, unter dem Titel Arbeit "Denkspuren" eine neu entstandene Arbeit zeigen, die sich mit den Forschungsthemen vom Institut für Neurobiochemie auseinandersetzt.

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»Für Newton bestand die Materie aus grundlegenden Bausteinen, alle aus derselben materiellen Substanz. Bei Einstein ist Masse eine Form von Energie und Materie besteht aus Energiemustern, die sich ständig ineinander umwandeln. Obwohl die Physiker sich darin einig sind, dass alle Energie ein Mass von Aktivität ist, kennen sie keine Antwort aus die Frage: was ist da eigentlich aktiv?« [Fritjof Carpa: Das neue Denken, 1987]

Die 1961 in Zürich geborene Künstlerin Andrea Wolfensberger spiegelt und interpretiert in ihren Videos, Skulpturen, Malereien, Zeichnungen, Fotografien und multimedialen Arbeiten elementare Naturphänomene. Ihre Arbeiten entspringen häufig einer Art Versuchsanordnung. Die Basis bilden präzise Beobachtungen des Unscheinbaren oder Abwegigen, das schließlich zum Bild für Lebensprinzipien ganz allgemein wird. Aus der Naturbeobachtung abgeleitete Zahlen, Rhythmen, Harmonien und Chaosprinzipien erweisen sich als Gestaltungsprinzipien Während eines Rom-Aufenthaltes bsplw. wandte Andrea Wolfensberger den Blick von der Kunst der früheren Jahrhunderte ab, nach oben und fand dort im winterlichen Himmel zigtausende von Staren, die allabendlich einen atemberaubenden Tanz aufführten. Einen faszinierenden, zugleich unendlich schönen wie apokalyptischen Tanz. Die damals entstandenen Filmaufnahmen wurden für die nächsten Jahre zu einem Basismaterial für das bildhauerische Arbeiten von Andrea Wolfensberger. Im Rahmen des Studium fundamentale und des neuen Studiengangs hat Andrea Wolfensberger in den ersten beiden Semestern ein Modul angeboten, das sich thematisch auf das Wechselverhältnis von Kunst und Natur konzentrierte. In diesem Semester geht es um praktisches Arbeiten in den Medien der bildenden Kunst.

Zu ihrem Seminar schreibt Andrea Wolfensberger:

In diesem Jahreskurs geht es um die Entwicklung einer eigenständigen künstlerischen Arbeit in den Medien der Zeichnung, Malerei, Skulptur, Fotographie oder Video. Es geht im Sommersemester, darum, die begonnenen Reflexionen in einer realisierten künstlerischen Arbeit auch den Mitstudierenden zugänglich zu machen. Ziel dieses Semesters ist eine kleine Ausstellung. Freitags besprechen wir gemeinsam die Arbeiten, die Samstage dienen der praktischen Arbeit.

Daten:

Donnerstag, 24.04. 12:30 Uhr Besprechung organisatorischer Fragen

Freitag, 25.04. 17:30-19:30 Uhr

Samstag, 26.04. 09:00-16.00 Uhr

Freitag, 16.05. 17:30-1930 Uhr

Samstag, 17.05. 09.00: 16:00 Uhr

Freitag, 30.05. 17:30-19:30 Uhr

Samstag 31.05. 09:00-16:00 Uhr (eventuell)

Freitag 20.06. 17:30-19:30 Uhr

Samstag 21.06. 09.00-19:30 Uhr

Ort Atelier

Donnerstag, 03.07. 20:00 Uhr Präsentation studentischer Arbeiten

Archiv

Andrea Wolfensberger »artist in dialog«
Dr. phil. Karen van den Berg / Jörg van den Berg

Kunst und Natur
[Modul künstlerische Praxis]

Das Modul ist in sechs Blöcke unterteilt und wird zwei Semester laufen. Das Verhältnis zwischen Kunst und Natur soll in konkreten künstlerisch-praktischen Arbeitsschritten befragt werden. Im ersten Semester geht es darum, die Wahrnehmung für den Ort zu schärfen. In dieser Zeit arbeitet jeder Student individuell. Im zweiten Semester sollen die gesammelten Erfahrungen des ersten Semesters zusammengenommen und in der Gruppe ein Ort für eine mögliche Rauminstallation ausgewählt, ein Konzept für diesen Ort entwickelt und die Installation realisiert werden. Ziel des Moduls ist eine realisierte räumliche Intervention im Innen- oder Außenraum, die von den vorgefundenen architektonischen, landschaftsarchitektonischen oder ökologischen Strukturen ausgeht und diese weiterführt, neu inszeniert und somit die Wahrnehmung des Betrachtenden verrückt.WS 2001/2002:

Im ersten Semester geht es um ein absichtsloses Wahrnehmen, um ein genaues Beobachten und um das Sammeln und Analysieren von Bestehendem am Ort: das Gebäude, [Architektur und Funktion], die Umgebung [Landschaft, ökologische Bedingungen wie Wetter, Erde, Vegetation, Licht, Klima etc.]. Es wird in Blöcken gearbeitet, die wie folgt aufgeteilt werden:

Block 1: Zeichnen [Strukturen erkennen]; Block 2: Farbe [Fragen der Atmosphäre, des Lichtes]; Block 3: Fotografie/Film [Bewegungen analysieren, evtl. Aktionen]

Im zweiten Semester wird in der Gruppe gearbeitet. Es geht um die Inszenierung eines Ortes, um das Einbeziehen eines Betrachters und um die Frage, wie ein Prozess zu einem Objekt führen kann. Auch hier wird wieder in Blöcken gearbeitet:

Block 4: Zusammentragen der Arbeiten des ersten Semesters; gegebene Situationen weiterdenken; Einbeziehen eines Betrachters; Finden eines Ortes und Themas für eine Rauminstallation; Block 5: Erarbeiten des Konzeptes für die Inszenierung und die Wahrnehmung; praktische Ausführung; Block 6: Fortsetzung der praktischen Ausführung.

Am 27. Juni 2002 werden studentische Arbeiten aus dem Projektkontext abends ab 18.30 Uhr im Campus der Universität Witten/Herdecke präsentiert.