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KunstOrt Ruhrgebiet

Hg. v. Jörg van den Berg, Karen van den Berg und Michael Bockemühl

I Karen van den Berg Das »Terminal« von Richard Serra in Bochum
II Michael Bockemühl, Michael Vignold Das Josef Albers Museum in Bottrop
III Michael Hesse, Michael Bockemühl Das Gelsenkirchener Musiktheater und die blauen Re liefs von Yves Klein
IV Frank Fehrenbach Die Goldene Madonna im Essener Münster
V Karlheinz Nowald Das Werk Wilhelm Lehmbrucks in Duisburg [erscheint 2002]
VI Huberta de La Chevallerie Gebauter Gedanke. Die Zeche Zollverein Schacht XII in Essen
VII Thomas Janzen Ruhrgebietslandschaften von Albert Renger-Patzsch
VIII Manfred Wundram Der Bronzekruzifix in der Werdener Abteikirche [erscheint 2002]

Die Reihe KunstOrt Ruhrgebiet umfasst acht Bücher, die zu acht sehr unterschiedlichen KunstOrten des Ruhrgebiets führen. Vom Bild bis zur Architektur, von der Ottonik bis zur Gegenwart, vom Bronzekruzifixus bis zur Zeche, das Spektrum ist so disparat wie vielfältig, ist wie die Landschaft selbst, in der die einzelnen Orte zu finden sind. Es sind Orte höchster künstlerischer Qualität, von denen jeder für sich eine Einzigartigkeit beanspruchen kann, die weit über das bloß regionale Interesse hinausreicht. Obwohl bestens bekannt, sind es immer noch Orte voller Herausforderung für das Sehen und Denken. Die acht KunstOrte wirken zunächst wie Inseln inmitten eines unbestimmten Städtekonglomerats, das nicht schön sein muß noch will, sondern scheinbar nur zu funktionieren hat. Es sind aber Orte, die von ihrer Umgebung nicht zu trennen sind.

Die Bücher wollen in der Wirtschaftsregion den zur geistigen Arbeit immer neu provozierenden KunstOrt aufspüren. Sie unternehmen diesen Versuch beispielhaft an acht der wichtigsten KunstOrte des Ruhrgebiets in dem Wissen um weitere, vielfach gleichrangige Orte in der Region.
Für den Reisenden bietet die Reihe mithin die Möglichkeit einer Suche und Annäherung, für den Kunstfreund im Revier die Anregung zur erneuten Auseinandersetzung, für das Fachpublikum schließlich werden mit der Reihe zum Teil erstmals geschlossene Monographien zu den einzelnen Orten vorgelegt.

KunstOrt Ruhrgebiet hat dabei nicht die Verschönerung einer mit den schweren Folgen der Industrialisierung belasteten Lebenswelt und nicht einen urbanen Unterhaltungswert im Blick; dies zeigt sich von allein. Die Bücher zielen vielmehr auf eine innere Verbindung mit dem Original, auf ein vertieftes Anschauen und damit auf eine engagierte Auseinandersetzung auch mit dem Ort, den ein Kunstwerk prägt und von dem dieses geprägt wird. Die Bücher wenden sich an jeden einzelnen Betrachter, fordern seine Arbeit, sein Urteil und wollen ihn ermutigen, seinen eigenen Augen zu trauen.

KunstOrt Ruhrgebiet geht zurück auf eine Exkursionsreihe des Studium fundamentale an der Universität Witten/Herdecke, die die Studenten seit mehreren Semestern auf wechselnden Wegen durch das Ruhrgebiet führt. Genau hierin liegt neben der Auseinandersetzung mit dem einzelnen Werk ein Anliegen der Reihe; sie versteht sich als ein Anfang, der den einzelnen dazu herausfordern soll, mit anderen Augen durch diese Industrieregion zu streifen und Orte zu entdecken, die eine Arbeit der Sinne lohnen.

Wir danken dem Bistum Essen, der Dr. Fritz Meyer-Struckmann Stiftung und der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung für die Förderung des Projekts KunstOrt Ruhrgebiet.

Erinnern möchten wir an Dr. Eberhart Krameyer, der als Vorstandsmitglied der Dr. Fritz Meyer-Struckmann Stiftung an unseren ersten Exkursionen zu den Kunststätten im Ruhrgebiet regelmäßig teilgenommen und das Publikationsprojekt KunstOrt Ruhrgebiet als förderungswürdiges Projekt erachtet und empfohlen hat. Eberhart Krameyer, der in der ersten Entstehungsphase des Projekts verstarb, möchten wir die Publikationsreihe widmen.